Die Johannes-der-Täufer-Kirche in Uetze
Bis ins Jahr 1215 lässt sich die Geschichte der Uetzer Kirche zurückverfolgen. Ihre Gründung, über die es keine Urkunden
mehr gibt, verdankt die Kirche vermutlich dem Uetzer Rittergut, unter dessen Patronat sie noch bis Mitte der 1960er Jahre
stand. Die Gruft der Patronsfamilie von Lüneburg unter der Kirche zeugt noch
heute von dieser Verbindung.
Der Name „Johannes-der-Täufer-Kirche” ist seit 1313 belegt, geriet aber nach der Reformation in Vergessenheit. Erst seit
Mitte der 1960er Jahre trägt die Kirche wieder ihren überlieferten Namen. Eine
Figur Johannes des Täufers im Altarraum erinnert seit 1989 an diese Tradition. Jünger als die Gemeinde ist der heutige
Kirchenbau. Dennoch zeugen architektonische Besonderheiten von einer bewegten Baugeschichte:
Die Sandsteinwände stammen von dem 1837 errichteten Bau, der nur 26 Jahre nach der Fertigstellung dem großen Brand von Uetze
zum Opfer fiel.
Unverkennbar ist bei der bis 1867 wieder aufgebauten Kirche die
Handschrift des Baumeisters Konrad Wilhelm Hase, der die erhaltenen Sandsteinmauern durch die neugotischen Backsteinelemente
ergänzte.
Der Haupteingang unter dem Turm entstand bei umfangreichen
Renovierungsarbeiten 1963. Bis dahin betrat man die Kirche durch vier Seiteneingünge an der Nord- und Südseite sowie
an beiden Seiten des Turms.
Unsere Kirchengemeinde bildet hier zusammen mit den Gemeinden in Hänigsen und Dollbergen eine Region. Eine zweite
Pfarrstelle wurde 1973 eingerichtet, nachdem die Gemeindegliederzahl nach dem Krieg auf über 5000 angestiegen war.
Mit ihren etwa 4500 Gemeindegliedern (Stand 2010) gehört unsere Kirchengemeinde zu den größeren Gemeinden im
ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf, auch wenn die Gemeindegliederzahl in den letzten 25 Jahren um ca 1000 zurückgegangen ist.